Traumabehandlung

 

Frau in Verzweifelung

 

Wenn du jetzt nicht mit mir schläfst, dann lasse ich das Kind fallen.“ Mit diesen Satz kam vor Jahren eine junge Frau zu mir in die Praxis. Sie war dieses Kind, das von ihren Vater im Alter von gerade mal drei Jahren aus dem obersten Stock des Mietshauses gehalten wurde um damit von der Mutter eine sexuelle Begegnung zu erzwingen.

 

 

 

Es müssen nicht immer die heftigen katastrophalen Ereignisse sein, wie sexueller Missbrauch, Vergewaltigung, oder andere Formen als Gewaltopfer, Naturkatastrophen, Bürgerkriegserlebnisse, Verkehrsunfälle, Entführungen oder Terroranschläge, die bei Menschen ein Trauma zur Folge haben können. Auch anderen Erlebnisse von denen sich ein Mensch wie von einer Flutwelle überrollt fühlt, können ein Trauma verursachen.

Gelingt es den Menschen nicht dieses Erlebnis zu verarbeiten, dann sind sie oft ein Leben lang mit schmerzvollen Erinnerungen, auch in Träumen, oft auch plötzlich Jahre nach dem Geschehen, mit diesem Erlebnis verbunden. Das Erlebte kehrt mit starken körperlichen und emotionalen Begleitsymptomen, zurück.

Dabei sind die Verarbeitungsmöglichkeiten der Menschen sehr unterschiedlich: erst wenn das Bewältigungssystem eines Menschen völlig überfordert ist, bleibt ein Trauma zurück.

Peter Levine, einer der Hauptakteure in der Traumatherapie betrachtet all das, was vom Menschen als

  • zu viel

  • zu schnell

  • und zu plötzlich

erfahren wird grundsätzlich als traumabildend.

 

Ein Trauma hat nicht nur seelische Folgen. Derselbe Autor verdeutlicht in einer Analogie zum Tierreich, was ein Trauma im menschlichen Körper verursacht. Tiere, reagieren auf eine für sie ausweglosen Situation mit einer „Erstarrungssituation“. Sollte das Tier die Situation überleben, dann wird diese Erstarrung aus dem Körper wieder „herausschüttelt“, etwa indem ihm die Flucht gelingt, und das Tier erlangt die Kontrolle über den Körper zurück. Anders verhält es sich beim Menschen, zwar neigt auch unser Körper dazu, wenn wir von Ereignissen überrollt werden, zu erstarren. Im Gegensatz zum Säugetier fehlt uns aber die Möglichkeit des Ausagierens aus dem Körper heraus. Die Erstarrungssituation bleibt in den Körper gespeichert und kann auch ohne äußeren Anlass plötzlich wieder zu Tage treten. 

 

Hier setzt die von mir hier angebotene Traumalösung an. Dem Körper wird die Möglichkeit gegeben die Erstarrung wieder aus dem Körper herauszuleiten. Der Erfolg ist dann nicht nur auf die körperliche Ebene beschränkt, auch die Seele kann sich bei dieser Arbeit von dem Trauma befreien. Dies kann oft in nur einer Sitzung erreicht werden. Daher biete ich die Traumabehandlung auch als Einzelstunde an. Natürlich ist eine psychtherapeutische Behandlung der traumatisierende Situation u.U. auch sinnvoll. Diese kann dann nach Bedarf vereinbart werden. Auch für Menschen mit Problemen von großer Angst oder Panik hat sich diese Methode als sinnvoll erwiesen.